Dienstag, 29. Dezember 2009
Ein Jahr im Kino: 2009
Januar:
Buddenbrooks
Willkommen bei den Sch'tis

Die Literaturverfilumg des Jahres war Pflichtprogramm. Doch leider war die Inszenierung sehr behäbig und mehr als Jessica Schwarz konnte man kaum in dem Film länger anschauen. - Die Komödie des Jahres (hier läuft sie noch immer in einem Programmkino) entschädigte dafür um so mehr. Selten habe ich in einem Kino so herzlich gelacht.
Februar:
Frost/Nixon

Der Politfilm des Jahres? Vermutlich, jedenfalls ein beeindruckendes Statement über die Macht. Die Macht der Presse, aber auch über die Macht(sucht) der mächtigen.
März:
Gran Torino
The Fall
Milk
Slumdog Millionaire

Der erste Film mit Clint Eastwood, den ich wirklich wahrnehme. Sicher ein Alterswerk, aber was für eines. Anschließend ein ziemlich verhunzter Fantasyfilm, allein sehenswert wegen zwei oder drei optischer Tricks und natürlich wegen des Kuchenbäckers. Im nächsten Film hat Sean Penn tatsächlich mal gelacht, ansonsten blieb der Film über einen schwulen Politiker hauptsächlich wegen der Hintergrundfakten in Erinnerung (man wollte Homosexuellen tatsächlich in den USA die Bürgerrechte aberkennen!). Zum Schluß schließlich der einzige Film des Jahres, den ich nicht allein im Kino angeschaut habe. Ein ganz enormer Film, der die gesamte Palette der Emotionen in einer Farborgie auf die Leinwand gebracht hat!
April:
Il Divo - Der Göttliche

Den habe ich nicht verstanden.
Mai:
John Rabe
C'est la vie

Es gibt tatsächlich noch Kapitel aus dem Naziregime, die sogar Guido Knopp nicht gelesen hat. Beeindruckend und beeindruckend gespielt. Der erste Film in diesem Jahr, der deutsche Schauspielkunst auf internationales Niveau gehoben hat. - Anschließend ein hinreißender Film über das Leben und den ganzen Rest. Unvergesslich für einen Musikverrückten wie mich wegen des Luftguitahrenwettbewerbs (mit Camille De Pazzis).
Juni:
Terminator - Die Erlösung

Lächerlich!
Juli:
Kleine Verbrechen
Affären a la carte

Eine griechische Insel und die Hauptstadt Frankreichs im Juli. Was will man mehr?
August:
Inglorious Basterds

Tarantino goes Europe. Natürlich gab es wieder Monologe bis zum Erbrechen um anschließend mit einem Gemetzel auch noch den letzten Rest des Mageninhalts der Zuschauer auf Sitze und Leinwand zu ejakulieren. Unfassbar, daß ausgerechnet Tarantino deutschsprachige Schauspieler auffährt um gewisse Hollywoodgrößen in Grund und Boden spielen zu lassen.
September:
Public Enemies

Klang in allen Ankündigungen vielversprechend (Depp! Bale!), war dann aber doch über weite Strecken einfach nur langweilig und hölzern. Immerhin bekam Johnny am Ende in Zeitlupe einen Kopfschuss.
Oktober:
It might get loud
Verblendung

3 Guitahristen treffen sich und reden über Musik und ihre Guitahren. Da kanns schonmal laut werden. Wenn Edge und Jack White dann aber ehrfürchtig-interessiert zuschauen wie Jimmy Page das Riff aus "Whole lotta love" raushaut bleibt kein Auge trocken. Hinterher muß man heftig schlucken wegen der Dinge zu denen Menschen fähig sein können. Und freut sich doch auf eine Fortsetzung der Trilogie.
November:
Die Standesbeamtin

Hier spricht man schwyzerdeutsch und bringt allein schon deshalb das hochdeutsche Publikum zum lachen. Die Story ist einfach und (dem Titel entsprechend) romantisch, obwohl Hugh Grant gar nicht mitspielt.
Dezember:
Whatever works
Looking for Eric
Soul Kitchen

Zum Schluß noch ein flotter Dreier um das Jahr zu beenden: Woody, Fußball und Fatih. Eine merkwürdigere Kombination gibts wohl nicht (wobei Fußball und Fatih vermutlich schon zusammen gehen), aber was ist im Kino schon unmöglich?

Wer kommt 2010 mit?



Freitag, 6. November 2009
Wir müssen dann da lang...
Stell Dir vor Du hast einen "Freund". Wie auch immer Du "Freund" definierst. Stell Dir vor Du teilst mit ihm ein Hobby, zum Beispiel Tonträger sammeln oder so. Stell Dir weiterhin vor dieser "Freund" ist musikalisch zu 95 % anders drauf als Du aber dennoch irgendwie nett. Und schließlich sind da ja noch die restlichen 5 % auf die man sich gemeinsam einigen kann.

So kann es ja passieren, daß ein gemeinsam verehrter Künstler auf einen Besuch (also ein Konzert) in die Nähe kommt. Klassischerweise wird das Monate vorher angekündigt und mehr oder minder ebenso lang kauft man dann die Karten, da man im bestuhlten Saale gute Plätze haben will. Stell Dir vor es ist bei jeder neuen Veröffentlichung (und Konzertreise) so, daß DU die Karten besorgst für diesen "Freund", dessen Frau und Dich. Ja. Und stell Dir weiterhin vor dieser Freund wohnt 50 km entfernt und reist mit dem Auto an, während Du die Straßenbahn nimmst.

Stell Dir vor Du besorgst nun also die drei Karten im November 2008 für das Konzert im November 2009, denn so trug es sich zu. Stell Dir vor in diesen 12 Monaten hättest Du diesen "Freund" genau 2mal gesehen (jedes Mal fährst Du die 50 km), ihm den neuesten Tonträger des besagten Künstlers besorgt (auch der "Freund" mag gern archaische Arten wie z. B. Langspielplatten) und darüber hinaus auch noch eine Karte für einen ebenfalls gemeinsam verehrten Kabarettisten (notorisch häufig schnell ausverkauft) besorgt.

Was würdest Du dann denken wenn nach dem Konzert vor der Halle der Satz "Wir müssen dann da lang..." an Dein Ohr dringt. Sicher, Du willst Dich nicht aufdrängen nach dem Motto "Hey, ich muß jetzt 15 Minuten auf die nächste Bahn warten, könntet ihr vielleicht..." - aber dann fallen Dir all die anderen Konzerte ein für die Du ebenfalls die Karten besorgt hast und nach denen Du nach Hause gefahren worden bist. Du fragst Dich im Stillen was sich wohl verändert haben mag und schweigst.

Verabschiedung.

Aus.

Und dann setzt Du das Wort "Freund" in Anführungszeichen. Oder?



Montag, 28. September 2009
Wie man sein Kind (nicht) nennen sollte
j

Wer es nicht lesen kann:

Cajus Julius Cäsar

erhielt bei der Bundestagswahl 2009 satte 36,9 % im Wahlkreis 136 (Lippe I), unterlag aber dem wesentlich profaneren Dirk Becker, der künftig wohl für Ostwestfalen-Lippe im Bundestag sitzen darf.

(Quelle: Neue Westfälische Zeitung Nr. 225 vom 28.09.2009)



Sonntag, 27. September 2009
27.09.2009
Denk' ich an Deutschland heute nacht
Werde ich um den Schlaf gebracht....


Bundestagswahl (Hochrechnung ARD, 18:42 h):

CDU/CSU 33,4 %
SPD 23,0 %
FDP 14,7 %
Linke 12,6 %
Grüne 10,4 %

Piraten 2,0 %
Sonstige 3,9 %


Danke und... gute Nacht!



Montag, 24. August 2009
Urlaub


Blue skies over Fuerteventura!

(Ja, ich habe es heil nach Hause geschafft)



Samstag, 22. August 2009
Urlaub
Das wars also. Um 6.10 holt mich der Bus ab, um 8.35 h geht das Flugzeug. Wenn es einen Unfall gibt wird das hier mein letzter Eintrag. .... .... Hoffen wir, dass die Crew und das Flugzeug ausgeschlafen sind/haben...



Dienstag, 18. August 2009
Urlaub
Das ist also mein Urlaub: Sonneninsel, 4 Sterne, Halbpension, 2 Buecher und eine Menge Mineralwasser.



Freitag, 14. August 2009
Urlaub
Morgen gehts also in den sonnigen Süden. Der Koffer ist halb gepackt und sieht so sehr traurig aus. Stimmung mag bei mir auch nicht aufkommen. Wer fährt schon gern allein in den Urlaub?



Montag, 10. August 2009
Kann AI helfen?
Morgens klingelt das Telephon. Wer kann das nur sein? Natürlich ist es meine Mutter. Unglaublich.

Erst neulich rief sie mich im Büro an. Es war das erste Mal, daß ich mit ihr seit dem Spätsommer 2007 gesprochen habe. Tatsächlich wollte sie mit mir eine Diskussion anfangen - ich mitten bei der Arbeit, umringt von Kollegen!

Schützt Amnesty eigentlich auch Kinder vor ihren Eltern?



Freitag, 7. August 2009
27.10.1997
Schreibst Du wieder
Kurz
"Vielleicht..."
Ein Hoffnungsschimmer
Ja oder Nein?!
Ich antworte
Und warte
Doch nichts geschieht
Das geht noch ein paarmal so
Und am Ende frage ich mich
"Wars das?"
Ja oder Nein
Nach langer Zeit dann
Suchst Du wieder den Kontakt
Du erklärst nichts
Denn das dauert zu lange
Aber ich brauche Antworten
Auf nie gestellte Fragen
Und sage weder Ja noch Nein
Sondern Vielleicht
Doch Du verstehst es nicht
Und deutest es als

Nein.
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Meine Güte! Was man als nicht-mehr-so-ganz-Teenager für einen Kram schreibt. Aber ich erinnere mich noch recht gut an diese Brieffreundin. Sie wohnte ganz in der Nähe von meinem damaligen Wohnort, und so kam es nach relativ kurzem Briefkontakt zu einem Treffen.
Der Abend verlief ziemlich nett und war sehr lustig. Doch danach wurden die Zeitspannen zwischen den Briefen länger (irgendwie haben wir uns entschieden weiter Briefe zu schreiben). Und irgendwann kam ein Brief in dem sie unsere Freundschaft beendet hat. Sehr überraschend und natürlich ohne weitere Erklärung.

Eine ganze Weile später kam dann ein Brief von ihr. Sie wohnte in der Zwischenzeit etwas weiter weg und offenbar mit einer Freundin in einer WG. Auch in diesem Brief wurde nichts erklärt, aber immerhin brachte sie zum Ausdruck, daß sie gern wieder Kontakt mit mir hätte. Damals kam mir das alles sehr doof vor (und ein wenig ist das heute auch noch so) und ich habe mit einem Liedtext von Pink Floyd (!) geantwortet. Eine beknacktere Idee hätte ich wohl nie haben können. Heute denke ich ich wollte eine Reaktion provozieren, wollte von ihr nochmal hören bzw. lesen "Ich will...." ... ja, was eigentlich?
Tatsächlich kam noch eine Reaktion, ein weiterer Brief (oder war es nur eine Karte?)... in dem hat sie meine Antwort als "Nein" gedeutet und sich verabschiedet.

Das vorstehende Gedicht ist die Kurzform eines anderen, welches ich offenbar am gleichen Tag geschrieben habe. Doch -wie so oft- liegt in der Kürze die Würze und die Kurzform ist schon schlecht genug.