30.03.2010
Druck. Nur Druck. Nach all den Monaten mit Überstunden, all den Vorschlägen und Gedanken. Doch Kritik will niemand (mehr?) hören. Dafür ist keine Zeit. Genausowenig wie man Zeit sich um Auszubildende zu kümmern oder um die Angestellten. Die machen das schon. Irgendwie. So wie in den letzten Jahren. Bei mir sind es jetzt fast zehn. Und der Druck steigt noch immer. Wann platze ich?
Februar 2010
Diesen Monat hatte ich Geburtstag. Von allen Anverwandten schrieben nur Onkel und Tante aus B.! Soll ich darüber traurig sein? Eigentlich nicht, denn ich suche schließlich die Einsamkeit ... und dennoch fühle ich mich seltsam berührt von der Abwesenheit anderer Gratulanten.
george.kaplan am 13. Februar 10
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25.09.2009
Ist das überhaupt noch Leben? So ganz allein. Der Kontakt zu der sogenannten Familie ist seit langer Zeit abgebrochen. Da bewegt sich gar nichts. Manchmal wünschte ich es wäre anders, aber dann denke ich wieder es ist das kleinere Übel. Das größere Übel wäre es so zu tun als wären wir eine glückliche Familie. So zu tun als könnte ich die ganzen Grausamkeiten und seelischen Verstümmelungen vergessen und verzeihen.
Heute mußte ich aus heiterem Himmel darüber nachdenken. Warum nur? Nichts hat mich an meine sogenannte Familie erinnert. Und doch mußte ich daran denken, daß mein sogenannter Bruder noch nie in meiner Wohnung gewesen ist. Ich wohne nun seit sieben Jahren hier, nur etwa 20 km von meinem Geburtsort und dem Wohnort meines sogenannten Bruders entfernt. Ich mußte daran denken, daß zwischen uns eisiges Schweigen herrscht. Ich mußte daran denken, daß meine sogenannte Familie vielleicht nicht an mich denkt.
Seltsames Gefühl. Eine Mischung aus Scheißegal und Scheißangst. Angst. Wovor?
Plötzlich habe ich mir vorgestellt meine sogenannte Cousine zu treffen. Sie wohnt auch in dieser Stadt und nur ein paar Straßen weiter. Doch wir sehen uns nie. Ich will es so. Ich habe mir vorgestellt wir würden uns treffen und sie würde fagen „Wie lebt es sich so?“ und ich würde antworten „Das ist kein Leben.“
george.kaplan am 25. September 09
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Neues aus der Servicewüste
Das Internet erleichtert den Einkauf ungemein. Aus unzähligen Websites kann man weltweit das gesuchte Stückchen Individualität oder auch einfach nur ein Ersatzteil für den Drucker bestellen. Leider geht beim Einkauf übers Internet aber der persönliche Kontakt verloren, wie folgendes Beispiel zeigt:
Neulich zeigte mir mein Drucker nach dem Einschalten ein "Problem mit Patrone(n)". Schnell war klar: Eine der Patronen ist leer. Freundlicherweise wurde ich gefragt ob ich diese online beim Druckerhersteller (Ich sage nur: Originalteile!) bestellen möchte? Klar! Also schnell das Formular ausgefüllt und schwuppdiwupp als Lieferadresse die praktische Packstation angegeben. Dieses war ein Fehler: Der Druckerhersteller verschickt privatkundenunfreundlicherweise per UPS. Da ist eine Anlieferung an eine Packstation (DHL!) nicht möglich.
Der Link zum UPS-Paket in der Bestätigungsmail führte zu der Info, daß dem Empfänger (also mir) eine Postkarte (!) geschickt würde. Aus dieser solle hervorgehen, daß ich mich bei UPS melden soll. Na klar: UPS schickt eine Postkarte (!) an meine Adresse. Also die Packstation. Hm.
Ich schicke also eine Mail an den Druckerhersteller und bitte darum UPS nachträglich eine andere Lieferadresse aufzugeben. Antwort:
"Sehr geehrter Herr Kaplan,
leider können wir im nachinein keine Änderung der Lieferadresse vornehmen.
Die Lieferung wird in unser Lager zurückkehren und das Geld wird Ihnen erstattet werden.
Sie können versuchen UPS direkt zu kontaktieren, Ihre UPS-Refernznummer lautet ................"
Nun gut. Ich folge also nochmals dem Link und finde tatsächlich eine Telefonnummer von UPS:
Tel.: 0800-8826630
Diese Nummer findet man, wenn man von der Sendungsverfolgung auf "UPS kontaktieren" klickt. Wenn man dort aber anruft muß man erfahren, daß sich die Rufnummer geändert hat: 01805/882663 muß man nun kostenpflichtig wählen. Hm.
Immerhin: Man kann UPS auch eine Mail schicken. Aber leider nur, wenn man sich vorher angemeldet hat. Das ist mir dann doch etwas zu umständlich und ich entscheide mich dafür die Sendung nicht weiter zu verfolgen und demnächst in der Stadt eine Druckerpatrone zu kaufen. Bei echten Menschen. Live und in Farbe.
Das Geld bekomme ich ja nächsten Monat zurück (Kreditkarte!). So hat wenigstens die Bank ein wenig verdient, die ist ja (wie alle Banken) ohnehin noch in der Krise.
Ach so: Natürlich habe ich in einer zuckersüßen Mail an den Druckerhersteller den Vorschlag gemacht beim Bestellvorgang anzuzeigen, daß ein Versand an ein Postfach oder eine Packstation nicht möglich ist. Dann klappts nämlich auch mit den Kunden.
george.kaplan am 09. September 09
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Blinde sollen clever fahren
NRW-Verkehrsminister Lienenkämper (CDU) sorgt sich um die Verkehrssicherheit. Daher wurde im Namen des Ministers auf Autobahnraststätten an LKW-Fahrer eine Broschüre verteilt: "Clever fahren - Unfälle vermeiden". Und wie bei allen Veröffentlichungen des Lienenkämper-Hauses kommt die Broschüre auch in Blindenschrift daher.
george.kaplan am 06. August 09
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