Das Internet erleichtert den Einkauf ungemein. Aus unzähligen Websites kann man weltweit das gesuchte Stückchen Individualität oder auch einfach nur ein Ersatzteil für den Drucker bestellen. Leider geht beim Einkauf übers Internet aber der persönliche Kontakt verloren, wie folgendes Beispiel zeigt:
Neulich zeigte mir mein Drucker nach dem Einschalten ein "Problem mit Patrone(n)". Schnell war klar: Eine der Patronen ist leer. Freundlicherweise wurde ich gefragt ob ich diese online beim Druckerhersteller (Ich sage nur: Originalteile!) bestellen möchte? Klar! Also schnell das Formular ausgefüllt und schwuppdiwupp als Lieferadresse die praktische Packstation angegeben. Dieses war ein Fehler: Der Druckerhersteller verschickt privatkundenunfreundlicherweise per UPS. Da ist eine Anlieferung an eine Packstation (DHL!) nicht möglich.
Der Link zum UPS-Paket in der Bestätigungsmail führte zu der Info, daß dem Empfänger (also mir) eine Postkarte (!) geschickt würde. Aus dieser solle hervorgehen, daß ich mich bei UPS melden soll. Na klar: UPS schickt eine Postkarte (!) an meine Adresse. Also die Packstation. Hm.
Ich schicke also eine Mail an den Druckerhersteller und bitte darum UPS nachträglich eine andere Lieferadresse aufzugeben. Antwort:
"Sehr geehrter Herr Kaplan,
leider können wir im nachinein keine Änderung der Lieferadresse vornehmen.
Die Lieferung wird in unser Lager zurückkehren und das Geld wird Ihnen erstattet werden.
Sie können versuchen UPS direkt zu kontaktieren, Ihre UPS-Refernznummer lautet ................"
Nun gut. Ich folge also nochmals dem Link und finde tatsächlich eine Telefonnummer von UPS:
Tel.: 0800-8826630
Diese Nummer findet man, wenn man von der Sendungsverfolgung auf "UPS kontaktieren" klickt. Wenn man dort aber anruft muß man erfahren, daß sich die Rufnummer geändert hat: 01805/882663 muß man nun kostenpflichtig wählen. Hm.
Immerhin: Man kann UPS auch eine Mail schicken. Aber leider nur, wenn man sich vorher angemeldet hat. Das ist mir dann doch etwas zu umständlich und ich entscheide mich dafür die Sendung nicht weiter zu verfolgen und demnächst in der Stadt eine Druckerpatrone zu kaufen. Bei echten Menschen. Live und in Farbe.
Das Geld bekomme ich ja nächsten Monat zurück (Kreditkarte!). So hat wenigstens die Bank ein wenig verdient, die ist ja (wie alle Banken) ohnehin noch in der Krise.
Ach so: Natürlich habe ich in einer zuckersüßen Mail an den Druckerhersteller den Vorschlag gemacht beim Bestellvorgang anzuzeigen, daß ein Versand an ein Postfach oder eine Packstation nicht möglich ist. Dann klappts nämlich auch mit den Kunden.