Die Ewigen
Neulich auf der Comicbörse: Ich bin von dem Angebot enttäuscht. Was ich haben möchte finde ich nicht und was ich finde möchte ich nicht haben. Doch da fällt mir ein Hardcoverband in die Hände: "Die Ewigen". Hmmm, scheint eine Serie zu sein. Ich blättere den ersten Band durch und muß unweigerlich grinsen. Hier hat sich jemand eine so obskure Geschichte ausgedacht, daß ich einfach zuschlagen muß:

Uma (sieht ein wenig aus wie Lara Croft, oder?) kommt mit den "Ewigen" in Kontakt. Diese sind so etwas wie die Beschützer des Diamantenhandels und haben etwas fast übersinnliches an sich. Umas Schwester Mira war Teil der "Ewigen", doch nun ist sie tot und Uma soll ihren Platz einnehmen. - Gleichzeitig geht es um schwarze (!) Diamanten, die radioaktiv verseucht sind und auch noch um ein Verwirrspiel mit Namen: So war Miras Tarnname bei den "Ewigen" Uma und Uma wird zu Mira, wobei sie weiterhin Uma genannt wird. Mira hatte (wie sich später herausstellt) noch eine Tochter, die sie Mira genannt hat (denn sie selbst lebte ja als Uma). Äh, oder so. Gegen Ende der Geschichte muß dann noch das Rätsel um einen blutroten Diamanten gelöst werden. Nicht ganz einfach, denn dieser stammt angeblich von Abraham (genau: aus der Bibel!).

Was eher beknackt klingt liest sich ganz hervorragend und macht eine Menge Spaß: Da ist Umas (die echte Uma) schwuler Freund Mehdi, ein Reporterpaar welches verblüffend an die Herren Schnuffel und Risotto aus "Die Juwelen der Sängerin" erinnert und und und. Gespickt mit einer Prise Erotik, handfester Action und Anspielungen in Richtung Tim bzw. Spirou ein echtes Vergnügen!


Trotz des Aussehens: Viel mehr bekommt man nicht zu sehen!

Glücklicherweise merke ich noch, daß die vier Bände eine komplette Geschichte bilden und kaufe gleich die ganze Reihe. So hat sich der Tag doch noch gelohnt.

"Die Ewigen" von Yann/Maynet
Verlag: Bunte Dimensionen, 2005